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Hinweise zu dieser Publikation 1.
Die Forschungsarbeit Die
vorliegende Arbeit ist in völlig unabhängiger Regie entstanden. Dabei wurde
die Absicht verfolgt, ausschließlich anhand von Archivrecherchen einen Themenkomplex
darzustellen, der bislang noch kein Gegenstand einer systematischen
Analyse auf der Grundlage von zeitgeschichtlichen Dokumenten war. Meine
Nachforschungen zur Nostradamus-Propaganda basieren
zu einem gewissen Teil auch auf der Überprüfung von konkreten Informationen,
die der Autor Ellic Howe
weitestgehend anhand von Zeitzeugenaussagen ermitteln konnte und
erstmalig 1965 in seinem Buch „Nostaradamus and the nazis: a footnote to the history of the Third Reich“ publizierte;
1967 erfolgte eine erweiterte Ausgabe unter dem Titel „Uranias Children“. Die
deutsche Ausgabe ließ noch drei Jahrzehnte auf sich warten und erschien erst
1995 unter dem Titel „Uranias Kinder: Die seltsame Welt der Astrologen
und das Dritte Reich“ (ISBN 3-89547-710-9). Obwohl
das Buch auf dem Markt als vergriffen gilt, dürfte es für interessierte
Leser, die sich eingehender damit beschäftigen möchten, kein Problem sein,
dieses über die gängigen Internet-Antiquariate zu beziehen oder in gut
sortierten Bibliotheken auszuleihen. Da Ellic Howe in den
1960ern nicht über einen umfassenden Zugriff auf diverse Archivbestände verfügte,
ist die vorliegende Arbeit durchaus als Weiterführung und stellenweise auch
als Korrektur einer ansonsten meisterhaft recherchierten Buchpublikation zu
verstehen. Mein
ganz besonderer Dank gilt all jenen MitarbeiterInnen der konsultierten
Archive und Bibliotehken, ohne deren tatkräfige Unterstützung vieles nicht
möglich gewesen wäre. Dieser Dank gilt auch allen Privatpersonen, die immer
wieder wertvolle Hinweise gaben und mir unverzichtbares Material zusandten. Weitere
sehr aufschlußreiche niederländische bzw. und englischsprachige Dokumentationen
zur Nostaradamus- Propaganda sind auch auf der Webseite meines
Forscherkollegen
Die
wichtigsten Resultate dieser frei zugänglichen Arbeit lassen sich vorab
folgendermaßen zusammenfassen: 1. Die
überlieferten Archivmaterialien veranschaulichen überdeutlich, daß die
Nationalsozialisten der Nostra- damus-Propaganda
zeitweise eine sehr hohe Priorität zumaßen, auf deren Grundlage eine europaweite
Kampagne initiiert wurde. Federführend beteiligt waren daran das Propagandaministerium
(RMVP) und das Auswärtige Amt (A. A.) 2. Auch
wurde die sichere Auflösung von Autorenpseudonymen möglich sowie bislang unbekannte
Details zu Einzelpersonen, die darin involviert waren. 3. Ein
inhaltlicher Schwerpunkt dieser Arbeit bezieht sich auf die längst
überfällige Beantwortung der überaus interessanten Frage, weshalb sich der
erfolgreichste deutsche Nostradamus-Autor der Nachkriegszeit, Alexander Centgraf, hinter Autorenpseudonymen versteckte. Eines
seiner Nostradamus-Bücher wird bis auf den heutigen Tag von Randomhouse/Bertelsmann vermarktet, obwohl das Verlagshaus
detaillierte Kenntnisse darüber hat, daß dieses unbestreitbare Versuche von
Geschichtsverfälschungen ect. enthält. 2.
Kurzdokumentation zu Randomhouse/Bertelsmann Dem
Medienkonzern Randomhouse/Bertelsmann ist die hier vorliegende
Forschungsarbeit und insbesondere die Personenrecherche zu Alexander
Centgraf seit dem 19.09.06 bekannt. Am 25.09.06 reagierte die Rechtsabteilung
darauf mit der Absicht „meine Anregungen genauestens prüfen zu wollen“. Inwieweit
diese vollmundige Ankündigung umgesetzt wurde, ist nicht nachzuvollziehen.
Das Resultat einer umfangreichen Korrespondenz ist jedoch die kategorische
Weigerung, das strittige Buch von Alexander Centgraf aus dem
Verlagsprogramm zu entfernen oder zumindest beanstandete Textpassagen zu
streichen. Begründung des zuständigen Hausjustitiars
(emailnachricht vom 08.11.06): Sehr geehrter Herr
Maichle, vielen Dank für Ihre Nachfrage
von heute früh. Nach einer Durchsicht
des Buchs sehe ich keine Veranlassung, mich der Einschätzung der verlegerisch Verantwortlichen entgegenzustellen, das
bislang völlig unbeanstandet seit vielen Jahren erhältliche Buch weiterhin
als Lizenzausgabe zu publizieren. Wir bitten Sie
deshalb, unsere im Leserinteresse getroffene Entscheidung zu akzeptieren. Freundliche Grüße Der Verlag hält es
nicht einmal für nötig, dem Leserpublikum die nun bekannten biographischen
Daten zu ihrem Autoren N. Alexander Centurio bekanntzugeben, was ansonsten
durchaus üblich ist. Die Ausgabe der „Junge Welt“ vom 29.11.06
sah sich deshalb veranlaßt, diesen unglaublichen Vorgang mit einem entsprechend
bissigen Artikel zu kommentieren. Bezeichnend auch
neuere Forschungsergebnisse zur Geschichte des Bertelsmann-Konzerns: eine von
der Konzernleitung eingesetzte Historikerkommission sah sich nicht dazu
imstande, die Imagelüge
des Medienkonzerns historisch zu bestätigen, wonach Bertelsmann während
der Nazidiktatur wegen oppositioneller Haltung gegenüber dem Regime
geschlossen wurde. Vielmehr
war Bertelsmann der größte Lieferant von Propagandaliteratur für die
Wehrmacht und zählt zu den größten Kriegsgewinnlern überhaupt. |
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Erstpublikation
12.03.2006
Letzte Änderung 19.04.10